Gebete

Segen Urbi et Orbi, 27.03.2020 | Papst Franziskus

Herr, Dein Wort trifft und betrifft uns alle.
In unserer Welt, die Du noch mehr liebst als wir, sind wir mit voller Geschwindigkeit weitergerast und hatten dabei das Gefühl, stark zu sein und alles zu vermögen…
Wir haben vor Deinen Mahnrufen nicht angehalten,
wir haben uns von Kriegen und weltweiter Ungerechtigkeit nicht aufrütteln lassen,
wir haben nicht auf den Schrei der Armen und unseres schwer kranken Planeten gehört.
Wir haben unerschrocken weitergemacht in der Meinung, dass wir in einer kranken Welt immer gesund bleiben würden…

Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie | Papst Franziskus

O Maria,
Du erleuchtest immer unseren Weg
als ein Zeichen der Erlösung und Hoffnung.

Wir vertrauen uns Dir an, Du Gesundheit der Kranken,
die Du am Kreuz an den Schmerzen Jesu teilhattest
und Deinen Glauben bewahrt hast.

Du, Heil des römischen Volkes,
weißt, was wir brauchen.

Und wir sind sicher, dass du dafür sorgen wirst,
dass so wie in Kana in Galiläa
die Freude und das Fest zurückkehren werden
nach der gegenwärtigen Prüfung.

Hilf uns, Mutter der göttlichen Liebe,
dem Willen des Vaters nachzukommen
und das zu tun, was Jesus uns sagt,
der unsere Sorgen
und unser Leid auf sich genommen hat,
um uns durch das Kreuz
zur Freude der Auferstehung zu führen. Amen.

Unter Deinem Schutz suchen wir Zuflucht, Heilige Mutter Gottes.

Verachte nicht die Bitten von uns in diesen Zeiten der Prüfung,
und erlöse uns von aller Gefahr, o glorreiche und gesegnete Jungfrau.

Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie | Bischof Dr. Stephan Ackermann

Jesus,
unser Gott und Heiland,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich:

  • für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
  • für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
  • für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;
  • für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
  • für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
  • für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
  • für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
  • für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.;
  • für die Menschen, die am Virus verstorben sind, und für diejenigen, die im Dienst an den Kranken ihr Leben gelassen haben.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander. Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.

Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,
so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

Wir stehen in der Fastenzeit.
In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt,
die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und
die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.

Gott, unser Herr, wir bitten Dich:
Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt, unseren Glauben zu vertiefen
und unser christliches Zeugnis zu erneuern,
indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen
und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.

Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.

Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie | Johannes Hartl

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.

Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.

Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.

Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.

Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.

Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.

Wir vertrauen Dir.

Danke

Fürbitten in der Zeit der Corona-Pandemie

Für andere zu beten legt sich in Zeiten einer Pandemie nahe.
Hier finden Sie ein Beispiel für fürbittendes Gebet.

Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmittel suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.

(Stilles Gebet)

Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz

Gebet zum Glockenläuten

Herr Jesus Christus, Heiland und Erlöser
erbarme Dich über uns und über die ganze Welt. Sieh unsere Angst, sieh unsere Sorge. Bewahre uns vor Leichtfertigkeit und allem Übermut und Besserwisserei. Hellwach lass uns sein für alles, was um uns geschieht. Hilf uns dabei, wir bitten Dich, wirf Mut vom Himmel und hülle uns in Deinen Segen. Amen.

Autor: Stefan Wahl

Nicht alles ist abgesagt

KLAGE UND VERTRAUEN | Dr. Christian Schramm, nach Psalm 13

KLAGE UND VERTRAUEN in der Not der Pandemie
HERR, ohnmächtig stehen wir vor dir.
Ohnmächtig angesichts einer Bedrohung unbekannten Ausmaßes.
Verunsichert und furchtsam blicken wir
in die Zukunft – und rufen zu dir:
Wie lange noch, Herr, vergisst du uns ganz?
Wie lange noch verbirgst du dein Angesicht vor uns?
Wie lange noch müssen wir Sorgen tragen in unserer Seele,
Kummer in unseren Herzen Tag für Tag?
Blick doch her, gib uns Antwort, Herr, unser Gott,
erleuchte unsere Augen, beruhige unsere Seelen.
In all der Unsicherheit sei du unser Fels,
bei aller Ungewissheit sei du mit uns auf unseren Wegen.
So dass wir sagen können:
Wir aber haben auf deine Güte vertraut,
unser Herz soll über deine Hilfe jubeln.
Singen wollen wir dem Herrn, weil er uns Gutes getan hat.
Amen.

Dr. Christian Schramm, nach Psalm 13

Corona Gebet | Birgit Bronner

#verbundenanderahr

Wir sind mehr als nur die »Ahr« – gemeinsam von der Stadt Bad Neuenahr - Ahrweiler, über die Grafschaft bis hin nach Altenahr und Adenau. Die Ahr als verbindendes Element!