Die Karwoche oder die Heilige Woche

Von jeher ist die Heilige Woche eine besondere Zeit liturgischen Feierns.
Dies wird besonders in ihrem Zeichenreichtum und der Form von Gottesdiensten erkennbar. Wenngleich wir in diesem Jahr diese Tage nicht in Gemeinschaft mit anderen so begehen können, wie wir es sonst gewohnt sind, so sollen doch die folgenden Impulse für eine gestaltete Gebetszeit zu den einzelnen Tagen der Heiligen Woche mithelfen, sich mit Jesus und allen, die an ihn glauben, im Gebet zu vereinen.
Wir lassen uns in diesen Tagen an das Wort des Herrn erinnern: „Alle sollen eins sein, so wie du Vater in mir bist und ich in Dir.“ (Joh 17,21), denn wir sind sein Leib und er ist das Haupt (vgl. 1 Kor 12,27; Kol 1,15-18).


Materialien

Allgemein
  • großes Kreuz, mit oder ohne Corpus.
  • wenn man keines in ausreichender Größe hat, kann man auch eines aus Ästen binden.
  • dicke Kerze
  • Gotteslob (katholisches Gesangbuch), abgek.: GL
Palmsonntag
  • Buchsbaumzweige
  • Rotes Tuch
Montag der Karwoche
  • kleine Schale mit (duftendem) Öl oder Olivenöl
Dienstag der Karwoche
  • Schwarzes Tuch
Mittwoch der Karwoche
  • Schüssel mit Wasser und kleines Handtuch
Gründonnerstag
  • Fladenbrot und Wein/ Traubensaft
  • dünnes rotes Band
  • ggf. Blütenblätter oder grüne Blätter
Karsamstag
  • Blumen
  • Kieselsteine

In eigener Sache

Die begleitenden Gedichte sind mit freundlicher Genehmigung des Autors entnommen:
Dr. Wilhelm Bruners,
"Niemandsland Gott"
Tyrolia, Innsbruck-Wien, 2015
Die genannten Liednummern beziehen sich auf das
Gotteslob
Katholisches Gebet- und Gesangbuch

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Filmtipps zum Schlaumachen


Wie sich zu einer Gebetszeit vorbereiten, wie beten?

Es gibt so viele Zugänge zu Gott wie es Menschen gibt.
Deswegen gibt es nicht die eine gültige oder gar verpflichtende Form des Betens.
Dennoch stellen wir Ihnen einige Möglichkeiten vor:

  • Beten vollzieht sich in Raum und Zeit -
    Gibt es einen Ort in meinem Zuhause, an dem ich mich/ wir uns gerne aufhalte/n?
    Der hilft sich innerlich zu sammeln?
    Und der, wenn wir als Familie gemeinsam beten, Platz genug für uns bietet?
    Gibt es eine besondere Tageszeit, die dafür besonders günstig ist?
    Wie kann ich Störungen von außen (Handy, Klingel, andere Geräusche) möglichst gering halten?
  • Beten braucht Leib und Geist -
    Das Sitzen, Stehen und Knien, die erhobenen oder gefalteten Händen sind uns die vertrautesten Ausdrucksformen des Betens.
    Welche Körperhaltung ist meine/ unsere?
    In welcher Körperhaltung fällt es auch meinem/ unserem Geist leicht, zu beten?
    Bin ich/ sind wir bereit, einfach auch mal neue Formen auszuprobieren?
  • Beten braucht alle Sinne -
    Ich kann im Schweigen das gelesene oder gehörte Wort Gottes nachklingen lassen.
    Eine große Hilfe kann es sein, einen Gebets-(Text) laut zu lesen und die Worte oder eine Passage, die mich besonders angerührt hat, nochmals zu wiederholen.
    Oder, wenn mehrere gemeinsam beten, man kommt in den Austausch über das Evangelium und was gerade an Gedanken und Anliegen da ist.
    Alle nachfolgenden Vorschläge zum Betrachten eines Bildes oder zum Hören eines musikalischen Werkes gehören ebenfalls in diese Form der sinnlichen Vertiefung meines ganz persönlichen Betens.
  • Beten braucht einen Rahmen –
    Geben Sie der Tischfeier einen Rahmen und klären Sie diesen vor der Feier.
    Wer liest? Was tun wir gemeinsam? Welche Lieder singen wir?
    Alle Vorschläge sind nur Ideen. Sie müssen sie an Ihre Situation anpassen.
  • Beginnen Sie mit dem Kreuzzeichen:
    Vorbeter: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
    Alle: Amen
  • Gestalten Sie die Zeit dazwischen entlang der Ideen in den Vorschlägen für die Tage.
    Lassen Sie noch Raum für Lieder und das Vaterunser.
  • Beenden Sie die Feier mit einem Segen:
    Vorbeter: Es segne uns der gütige und dreifaltige Gott – der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
    Alle: Amen.

#verbundenanderahr

Wir sind mehr als nur die »Ahr« – gemeinsam von der Stadt Bad Neuenahr - Ahrweiler, über die Grafschaft bis hin nach Altenahr und Adenau. Die Ahr als verbindendes Element!