Was ist heute passiert?

Der Mai gehört, wie der Oktober zu den klassischen Marienmonaten. Dabei finden wir im Maimonat kein herausragendes Marienfest vor; eher gibt die blühende Natur mit ihrer Schönheit einen Anknüpfungspunkt und steht in der antiken Tradition der Floralia, Festtage zu Ehren der römischen Göttin Flora (Blume), die nach dem langen Winter endlich die warme Jahreszeit anbrechen lässt. Auch in mittelalterlicher Zeit galt der Mai als Auftakt der warmen frühlingshaften Jahreszeit. Wenn mit der Zeit der Maienmonat mehr und mehr mit Maria verbunden wurde, dann um ihre Jungfräulichkeit, ihre Schönheit und Bereitschaft, Christus, das Leben der Welt, zu gebären, hervorzuheben. Nicht zuletzt deswegen wurden Darstel-lungen Mariens gerne mit Pflanzen und Blüten versehen, um bestimmte Aspekte ihrer heilgeschichtlichen Rolle zu betonen.


Das Fest am Küchentisch

Möglicher Ablauf:

  • Lied: Im Maien hebt die Schöpfung an (GL 871)
  • Evangelium nach Lukas: Lk 1, 46-56 (Magnificat)
  • Stille oder Austausch
  • Wir gestalten eine Ecke mit Kreuz, (Oster-)Kerze, Marienbild, gegebenenfalls zwei Tüchern, eines in blau, eines in rot und eine Blumenvase, in die später und immer wieder während des Maimonats, Blumen hineingestellt werden.
    Maria preist die Größe Gottes, die sich in ihrem Leben erweist. Anhand von verschiedenen Blumen, die in eine Vase gesteckt werden, soll ähnlich wie in Mariens Magnificat, mit jeder Blume ein besonderer Aspekt benannt werden, wodurch Gott mein Leben schöner, bunter, reicher und froher macht. Der Ruf kann eröffnet werden mit: Herr, du guter Gott, wie Maria preise ich dich und danke Dir, dass Du mir (in meinem Leben)… geschenkt hast.
    Wir loben dich -A: wir preisen dich.
    Als Blumen eignen sich besonders: Rosen, Lilien, Akelei, Vergissmeinnicht, Margeriten.
  • Lied
  • Gemeinsamer Abschluss: Vater unser Gebet und Gegrüßt seist Du, Maria.
    Segensgebet: Gott segne uns und behüte uns, er lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig. Gott wende sein Gesicht uns zu und schenke uns seinen Frieden - Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist.

Zum Vertiefen

Gedanken

Sicherlich gab es Zeiten, in denen die Marienverehrung durch Formen der Volksfrömmigkeit wie z.B. durch einen Hausaltar im Maimonat wie selbstverständlich zur persönlichen Glaubenspraxis gehörten. Alte Formen können heute lediglich den Grund für eine Anregung legen, schwerlich lassen sie sich kopieren. Aber der Maimonat als Marienmonat kann uns in zweifacher Hinsicht anregen eine eigene Form auszuprägen: ... mehr lesen

Kunst und Musik

Bibeltext Offenbarung 12, 1-6

Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. 2 Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen. 3 Ein anderes Zeichen erschien am Himmel und siehe, ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen. 4 Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab. Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war. 5 Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der alle Völker mit eisernem Zepter weiden wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. 6 Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte; dort wird man sie mit Nahrung versorgen, zwölfhundertsechzig Tage lang.


Friedrich Rückert – Was tut nicht eine Frühlingsnacht?

Eingeschlafen im Abendhauch
War der knospende Rosenstrauch,
und staunend, als er früh erwacht´,
stand er in voller Blütenpracht –
an Menschenknospen auch!

#verbundenanderahr

Wir sind mehr als nur die »Ahr« – gemeinsam von der Stadt Bad Neuenahr - Ahrweiler, über die Grafschaft bis hin nach Altenahr und Adenau. Die Ahr als verbindendes Element!