Ideen zum Mai- Marienmonat mit Kindern | Download PDF

Es ist interessant, dass der Brauch, im Monat Mai besonders die Gottesmutter Maria zu ehren, schon sehr alt ist. Eigentlich hat man in frühchristlicher Zeit den Mai genutzt, um für eine gute Ernte zu beten. Er ist eben jener Frühlingsmonat, in dem die Saat auf die Felder ausgebracht wird und man spürt, dass die Natur nach und nach wieder aufblüht. Bis heute betet man in den Bitttagen vor Christi Himmelfahrt um gutes Wetter; Flurumgänge sind ein Ausdruck dafür, dass wir Gott für die Schöpfung danken und sie seiner Güte anvertrauen. Seit Jahrhunderten wird Maria die Mutter von Jesus verehrt. Besonders die Menschen, die Kummer haben, oder in großer Not sind, beten zu ihr. Sie suchen in Maria die Mutter, die tröstet und Hoffnung gibt. Sie vertrauen auf Marias Hilfe als Fürsprecherin, die ihre Bitten zu Gott trägt.

Gebet vor einem Marienbild:
Gott im Himmel, du bist unser Vater, der uns liebt.
Du hast uns in Jesus deinem Sohn einen Bruder in die Welt
gesandt und du hast uns Maria zu unsrer aller Mutter gegeben.
Sie ist unsere Fürsprecherin und trägt unsere Bitten zu dir.
Wir vertrauen auf Marias Hilfe. Jetzt und immer. Amen.


Maialtar

Einen Maialtar oder besser ein Maialtärchen errichten, das haben schon unsere Eltern und Großeltern gemacht. Sie schmückten am ersten Mai ein Marienbild oder eine Marienstatue mit Blumen und Kerzen.
Das können wir heute auch tun:
Wir brauchen dazu: Marienbild/ Marienfigur, Tischdeckchen, Blumen (frisch gepflückt im Garten oder auf der Wiese beim Spaziergang), bunte Muggelsteine und (vielleicht) eine Kerze.

Vielleicht betrachten wir zuerst das Bild, teilen miteinander was wir sehen und erzählen uns, was wir von Maria wissen, wer sie war. Lesen eine Geschichte aus ihrem Leben.

Textideen dazu: Wir wollen über Maria nachdenken und ihr Bild/ ihre Statue schmücken. Wir versammeln uns um ein Marienbild/eine Marienstatue. Es können ein paar einleitende Worte/Gedanken zum Thema Frühling/Blumen/Wachsen gesagt werden. Eine Blume braucht Sonne um zu wachsen, Maria ist wie eine Blume, die sich von Gottes Licht anstrahlen lässt.

Es kann eine Bibelstelle folgen und anschließend ein Lobpreis Mariens:

Nach jedem Element schmücken die Kinder das Bild mit Blumen (in eine Vase stecken). Gemeinsam sprechen wir: Maria , du bist gut.

Maria, du warst eine besondere Frau. Wie eine Blume strahlst du wunderschön.
Maria, du bist gut.
Maria, du hast auf Gott vertraut. Wie eine Blume bist du fest auf der Erde und streckst dich zum Himmel.
Maria, du bist gut.
Maria, du hast auf den Engel gehört. Wie eine Blume öffnest du dich für seine Worte.
Maria du bist gut.
Maria, Gott hat dich gefragt, ob die die Mutter des Gotteskindes (von Jesus) werden willst. Wie eine Blume öffnest du dich uns sagst Ja.
Maria, du bist gut.
Maria, du bist die Mutter von Jesus geworden. Wie eine Blume bringst du Freude für viele Menschen in die Welt. Maria du bist gut.

(Quelle: Kinderliturgieteam Bregenz Mariahilf: Maiandacht für Kinder, Elemente für eine Maiandacht.) Oder: 1. Maria, du bist die Mutter Jesu. Du hast für Jesus gesorgt, bis er erwachsen war. Du standest zu ihm und hast ihn auf seinem Lebensweg begleitet.
Auch wir haben Eltern, die uns lieben, uns umsorgen, trösten und ermutigen. Mütter und Väter sind kostbar und wie ein Licht.

2. Maria, du hast aufmerksam auf das gehört, was Jesus von Gott gesagt hat. Diese Worte von Jesus sind auch uns kostbar und wie ein Licht.

3. Maria, du bist bei vielen Gelegenheiten mit Jesus mitgegangen, sogar zum Kreuz hast du ihn begleitet. – Wir danken für die Menschen, die uns begleiten. Sie sind für uns kostbar wie ein Licht.

4. Maria, du warst dabei, als Jesus seinen Freunden erschien. So bist du zur Zeugin der Auferstehung geworden. Dieser Glaube ist uns kostbar und wie ein Licht.

5. Maria, du hast nach Jesu Himmelfahrt zusammen mit den Jüngern gebetet. Dass wir zu Gott sprechen und beten können, ist uns kostbar und wie ein Licht.

6. Maria, du warst Pfingsten dabei, als der Heilige Geist den Jüngern Mut gab. Der Geist als Gabe Gottes ist uns kostbar und wie ein Licht.

7. Maria, immer wieder kommen Menschen zu dir mit dem Leid. Sie beten zu dir und bitten um deinen Schutz. Sei du auch unsere Fürsprecherin, kostbar und wie ein Licht.

Mögliche Fürbitten: Liedruf „Bitt Gott für uns Maria“
Heilige Maria, wir wissen, dass wir mit all unseren Sorgen und Nöten zu dir kommen dürfen. Darum bitten wir.
Für alle Menschen, die Krank sind.
Liedruf: Bitt Gott für uns, Maria.
Für alle Menschen, die Krieg und Elend erleben müssen.
Liedruf: Bitt Gott für uns, Maria.
Für alle Kinder, die keine Eltern mehr haben.
Liedruf: Bitt Gott für uns, Maria.
Für alle Kinder, deren Großeltern, Eltern oder Geschwister krank sind.
Liedruf: Bitt Gott für uns, Maria.
Für alle, die große Angst vor Corona haben.
Liedruf: Bitt Gott für uns, Maria
Für alle, die sich um Kranke und Pfegebedürftige kümmern.
Liedruf: Bitt Gott für uns, Maria
Für alle, die einsam sind.
Liedruf: Bitt Gott für uns, Maria


Heilige Maria, wir wissen, dass wir mit all unseren Bitten zu dir kommen dürfen. Auf deine Hilfe vertrauen Menschen schon von alters her. So dürfen auch wir vertrauen, jetzt und in alle Ewigkeit. Amen

Gegrüßet seist du Maria…

Lied: Segne du Maria ( GL 535)

Bibelstellen mit Maria:
• Mt 1,18-25: Geburt Jesu
• Mt 2, 13-23: Flucht nach Ägypten
• Mt 12, 46-50: die wahren Verwandten Jesus
• Lk 1,26-38: Verkündigung
• Lk 1,39-45: Besuch bei Elisabeth
• Lk 1,46-55: Der Lobpreis Marias (Magnificat)
• Lk 2,1-20: die Geburt
• Lk 2,25-38: Begegnung mit Simeon
• Lk 2,41-52: der 12-jährige Jesus im Tempel
• Joh 2,1-12: Hochzeit zu Kana
• Joh 19,25-27: Maria unter dem Kreuz
• Apg 1,12-14: die betende Gemeinde


Mini - andacht zur Schutzmantelmadonna


Es gibt ein Marienfest im Mai, das für Kinder ein gut verständliches Bild bietet: das "Schutzmantelfest" am 24. Mai (auch "Maria, Hilfe der Christen" genannt): Alle Menschen können sich in diesem Bild unter den Schutzmantel Marias, den mütterlichen Segen Gottes stellen. Oder wie es in einem der bekanntesten Marienlieder heißt: "Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus."

(Kleiner Tipp: besuchen Sie die Kirche St. Martin in Heppingen. Dort gibt es eine großes Bild einer Schutzmantelmadonna)

Gespräch mit den Kindern:
Was seht ihr? Wer ist das? Wie geht es den Menschen unter dem Mantel?...
Vielleicht probieren Sie es mit einer großen Decke oder einem großen Mantel einmal selbst aus mit den Kindern:
Wer mag, darf unter den Mantel, die Decke kommen…Spüren, es wird/ist warm, wir sind sicher, wir sind geschützt. So ist es auch bei Gott: er beschützt uns.
Maria hat so einen großen Mantel, der uns schützt, weil Gott ihr die Kraft dazu gibt.
Die Menschen in früheren Zeiten lebten mit vielen Gefahren. Krankheiten oder Unwetter konnten sehr gefährlich für sie sein. Maria war für die Menschen jemand, bei dem man Hilfe und Schutz finden konnte. Sie haben Maria mit einem großen, weiten Mantel dargestellt, unter den man sich stellen konnte. Wenn man auf diese Weise nahe bei Maria und bei Gott ist, kann man sich sicher und geborgen fühlen. Man braucht keine Angst mehr zu haben.

Lied: Maria breit den Mantel aus
Oder Gebet: Unter deinen Schutz und Schirm

Segensgebet zum Abschluss:
Gott,
auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria bitten wir dich:
Sei mit uns auf unseren Wegen,
begleite uns in guten und in schweren Zeiten
mit deinem Segen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen


Möglichkeit am Küchentisch:

Auf einem großen Plakat sind die Umrisse einer Schutzmantelmadonna zu sehen (siehe Kopiervorlage). Jedes Kind bekommt ein ausgeschnittenes Gesicht überreicht, das es ausmalen und auf das es seinen Namen schreiben darf, oder ein Blatt Papier auf das es sich selber malt und anschließend ausschneidet.

Gespräch dazu:
Auf dem Plakat sehen wir eine Zeichnung von Maria, der Mutter Jesu. Wir haben sie mit einem großen Mantel gezeichnet.
Wir wissen alle, wozu man einen Mantel braucht:
- Er schützt uns vor dem Regen. Wir werden nicht nass. (Falls es zu Hause einen Regenmantel gibt, kann man ihn dazu holen und zeigen)

- Er hält den Wind ab. Wenn der Mantel so groß ist, wie auf dem Bild, kann ich sogar mein Ge-sicht darin verbergen und der Wind kann mir nicht ins Gesicht blasen.

- Er hält uns warm. Wir müssen nicht frieren. Manchmal sind die Mäntel sogar gefüttert.

Die Menschen haben die Gottesmutter früher öfter so gezeichnet: Mit einem weiten Mantel. Alle, die das Bild sehen, sollten wissen, wie Maria für die Menschen ist: Sie möchte uns vor Gefahren schützen, wie ein Mantel uns schützen kann.
(Einschub für größere Kinder): wenn die Menschen früher ein Bild der Gottesmutter mit einem Mantel gesehen haben, haben sie noch an etwas gedacht, das wir heute nicht mehr kennen: Wurde früher jemand verfolgt, und durfte er sich unter den Mantel eines Königs flüchten. Das hieß: Hier bin ich sicher. Hier darf mir niemand etwas tun. ) Wenn Maria mit einem großen Mantel dargestellt wird, heißt das auch: Dorthin darf ich gehen. Dort bin ich sicher. Hier kann mir nichts geschehen. Deshalb haben sich die Menschen immer in dieses Bild unter den Mantel hineingemalt.
Maria auf unserem Bild hat den Mantel ganz weit aufgemacht. Ihr seht, dass unter ihrem Mantel noch viel Platz ist. Ihr dürft jetzt euer Gesicht /euer Bild mit euren Namen unter den Mantel der Gottesmutter heften. Wir wollen damit sagen, dass wir „Georg, Lisa, Franz, Katharina... (Namen der Kinder werden genannt)“ unter dem Schutz der Gottesmutter stellen wollen.

Zur Aktion der Kinder oder besser danach:
Lied: Maria breit den Mantel aus
Segensgebet zum Abschluss:
Gott,
auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria bitten wir dich:
Sei mit uns auf unseren Wegen,
begleite uns in guten und in schweren Zeiten
mit deinem Segen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen


Kopiervorlagen

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