Was ist heute passiert?

Mit dem Gründonnerstag beginnen die Österlichen Tage des Leidens, Sterbens und Auferstehens Jesu.
Sie sind immer als eine Einheit verstanden worden. Das eine gibt es nicht ohne das andere. Sie erschließen sich nur zusammen. Auch wenn in diesem Jahr keine gemeinsame Liturgie in den Kirchen gefeiert wird, so wäre, wenn möglich, gerade an diesen Tagen, ein persönlicher Gang in die Kirche sinnvoll.
Der Gründonnerstag wird inhaltlich besonders von der Feier des letzten Abendmahles Jesu mit seinen Jüngern bestimmt. Brot und Wein stehen dabei als Gaben im besonderen Mittelpunkt. Sie sind die Zeichen, in denen der Herr seine leibhaftige Hingabe sakramental vergegenwärtigt.
So ist es sicherlich gut und angebracht, heute ein Stück Brot und einen Schluck Wein bewusst zu sich zu nehmen.


Das Fest am Küchentisch

Wir sitzen zusammen, rund um ein Stück (Fladen-)brot (Rezept zum Download) und einem Schluck Wein / Traubensaft in einem schönen Becher.

Möglicher Ablauf:

  • Lied
  • Evangelium (Mt26,26-29 oder ganz wie oben)
  • Stille oder Austausch
  • Lied
  • Segnen der Gaben:
    Hausherr/-dame breitet die Hände über das Brot:
    Gepriesen bist du, Herr unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit. Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht, damit es uns das Brot des Lebens werde.
    Alle: Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr, unser Gott.
    Hausherr/-dame nimmt den Becher in die Hände:
    Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns den Wein, die Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit. Wir bringen diesen Kelch vor dein Angesicht, damit er uns der Kelch des Heiles werde.
    Alle: Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr, unser Gott.
  • Schweigend bricht sich jede/r ein Stück vom Brot, das rumgereicht wird. Anschließend wird der Becher herumgereicht und jede/r nimmt einen Schluck.
  • Als Dankgebet: Vater unser
  • Lied
  • Segen


Bibeltexte / Evangelium vom letzten Abendmahl und der Gefangennahme, Mt 26,26-56

Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sagte: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr von dieser Frucht des Weinstocks trinken, bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von Neuem davon trinke im Reich meines Vaters.

Die Ankündigung der VerleugnungNach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr alle werdet in dieser Nacht an mir Anstoß nehmen; denn in der Schrift steht: Ich werde den Hirten erschlagen, dann werden sich die Schafe der Herde zerstreuen. Aber nach meiner Auferstehung werde ich euch nach Galiläa vorausgehen. Petrus erwiderte ihm: Und wenn alle an dir Anstoß nehmen - ich werde niemals an dir Anstoß nehmen! Jesus sagte zu ihm: Amen, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Da sagte Petrus zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müsste - ich werde dich nie verleugnen. Das Gleiche sagten auch alle Jünger.

Das Gebet in GetsemaniDarauf kam Jesus mit ihnen zu einem Grundstück, das man Getsemani nennt, und sagte zu den Jüngern: Setzt euch hier, während ich dorthin gehe und bete! Und er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedäus mit sich. Da ergriff ihn Traurigkeit und Angst und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht mit mir! Und er ging ein Stück weiter, warf sich auf sein Gesicht und betete: Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst. Und er ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Wieder ging er weg, zum zweiten Mal, und betete: Mein Vater, wenn dieser Kelch an mir nicht vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, geschehe dein Wille. Als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend, denn die Augen waren ihnen zugefallen. Und er ließ sie, ging wieder weg und betete zum dritten Mal mit den gleichen Worten. Danach kehrte er zu den Jüngern zurück und sagte zu ihnen: Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus? Siehe, die Stunde ist gekommen und der Menschensohn wird in die Hände von Sündern ausgeliefert. Steht auf, wir wollen gehen! Siehe, der mich ausliefert, ist da.

Die Gefangennahme Jesu Noch während er redete, siehe, da kam Judas, einer der Zwölf, mit einer großen Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren; sie waren von den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes geschickt worden. Der ihn auslieferte, hatte mit ihnen ein Zeichen vereinbart und gesagt: Der, den ich küssen werde, der ist es; nehmt ihn fest! Sogleich ging er auf Jesus zu und sagte: Sei gegrüßt, Rabbi! Und er küsste ihn. Jesus erwiderte ihm: Freund, dazu bist du gekommen? Da gingen sie auf Jesus zu, ergriffen ihn und nahmen ihn fest. Und siehe, einer von den Begleitern Jesu streckte die Hand aus, zog sein Schwert, schlug auf den Diener des Hohepriesters ein und hieb ihm ein Ohr ab. Da sagte Jesus zu ihm: Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen. Oder glaubst du nicht, mein Vater würde mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich ihn darum bitte? Wie würden dann aber die Schriften erfüllt, dass es so geschehen muss? In jener Stunde sagte Jesus zu den Männern: Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen. Tag für Tag saß ich im Tempel und lehrte und ihr habt mich nicht verhaftet. Das alles aber ist geschehen, damit die Schriften der Propheten in Erfüllung gehen. Da verließen ihn alle Jünger und flohen.

Das letzte Abendmahl, Spielfilm
für Kinder

letztes abendmahl – Wilhelm Bruners

alle an einem tisch,
auch der freund, der ihn überliefert.
auch der jünger, der ihn verleugnet.
auch die ängstlichen und unentschiedenen.
auch die....

alle.

noch einmal das mahl,
noch einmal ausgeliefert
ihrem unverständnis,
ihren machphantasien,
ihrer erwartung auf erste plätze.

in dieser nacht fühlt er sich verlassen-
von allen.

auch vom vater.

nur einige frauen
sind ihm nahe.

von ferne zuschauend.

#verbundenanderahr

Wir sind mehr als nur die »Ahr« – gemeinsam von der Stadt Bad Neuenahr - Ahrweiler, über die Grafschaft bis hin nach Altenahr und Adenau. Die Ahr als verbindendes Element!